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Hautschutz ist im Sommer besonders wichtig, weil die UV-Strahlung der Sonne ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt und direkt auf die Haut wirkt.
Ultraviolette (UV-)Strahlung wird als krebserregend eingestuft und kann langfristig zu Hautkrebs führen. Besonders Beschäftigte im Freien sind einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt als die Allgemeinbevölkerung. [1]
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont zudem, dass ein großer Teil aller Hautkrebserkrankungen auf UV-Exposition zurückzuführen ist – und dass viele dieser Fälle durch geeignete Schutzmaßnahmen vermeidbar wären. [2]
Damit ist Hautschutz nicht nur ein individuelles Thema, sondern ein zentraler Bestandteil des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Die Risiken durch UV-Strahlung reichen von akuten Hautschäden bis hin zu schweren Langzeiterkrankungen.
Kurzfristig kann UV-Strahlung Sonnenbrand, Hautreizungen und Augenschäden verursachen. Langfristig erhöht sich das Risiko für Hautalterung und insbesondere Hautkrebs erheblich. [3]
Forschungen zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Hautkrebsfälle weltweit auf berufliche UV-Exposition zurückzuführen ist. [2]
Zusätzlich ist die Belastung oft schwer wahrnehmbar, da UV-Strahlung unsichtbar ist und Schäden nicht sofort spürbar werden. Dadurch wird das Risiko im Arbeitsalltag häufig unterschätzt.

Quelle: bfs.de
Technische Maßnahmen sind die effektivste Form des Hautschutzes, da sie die UV-Strahlung direkt reduzieren oder vermeiden.
Dazu zählen beispielsweise Überdachungen, Sonnensegel, beschattete Arbeitsbereiche oder Fahrzeuge mit geschlossenen Kabinen. Diese Maßnahmen verhindern, dass UV-Strahlung überhaupt auf die Haut trifft. [4]
Grundsätzlich gilt im Arbeitsschutz das sogenannte TOP-Prinzip: Technische Maßnahmen haben Vorrang vor organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen. [4]
Durch gezielte bauliche und technische Anpassungen lässt sich das Risiko somit deutlich und dauerhaft reduzieren.
Organisatorische Maßnahmen reduzieren die Dauer und Intensität der UV-Exposition während der Arbeitszeit.
Dazu gehört vor allem die Anpassung der Arbeitszeiten: Tätigkeiten sollten möglichst außerhalb der Zeiten mit der stärksten Sonneneinstrahlung stattfinden, insbesondere zur Mittagszeit. [5]
Weitere Maßnahmen sind die Planung von ausreichend schattigen Pausenbereichen, die Verkürzung von Aufenthalten in direkter Sonne sowie die gezielte Information und Schulung der Mitarbeitenden. [4]
Diese Ansätze tragen maßgeblich dazu bei, die tägliche UV-Belastung zu senken, insbesondere bei Tätigkeiten im Freien.
Persönliche Schutzmaßnahmen ergänzen technische und organisatorische Maßnahmen und werden eingesetzt, wenn ein vollständiger Schutz anders nicht möglich ist.
Dazu gehört vor allem geeignete Kleidung: langärmelige Oberteile, lange Hosen und Kopfbedeckungen schützen große Teile des Körpers vor direkter Sonneneinstrahlung. [4]
Für unbedeckte Hautstellen sind Sonnenschutzmittel mit entsprechendem Lichtschutzfaktor erforderlich, die regelmäßig aufgetragen werden sollten. [6]
Auch der Schutz der Augen durch geeignete Sonnenbrillen spielt eine wichtige Rolle, da UV-Strahlung ebenfalls die Augen schädigen kann.
Das Verhalten der Beschäftigten ist entscheidend, um vorhandene Schutzmaßnahmen effektiv umzusetzen.
Selbst die besten technischen und organisatorischen Maßnahmen verlieren an Wirkung, wenn sie nicht konsequent genutzt werden. Dazu zählt insbesondere das regelmäßige Nutzen von Schatten, das Tragen von Schutzkleidung und das rechtzeitige Auftragen von Sonnenschutzmitteln. [7]
Zudem sollte der UV-Index beachtet werden, da er angibt, wie stark die UV-Strahlung an einem bestimmten Tag ist und wann zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. [2]
Ein bewusster Umgang mit Sonnenexposition ist daher ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Hautschutzkonzepts.

Quelle: www.klima-mensch-gesundheit.de
Ein ganzheitlicher Ansatz ist notwendig, weil keine einzelne Maßnahme einen vollständigen Schutz gewährleisten kann.
Erst die Kombination aus technischen, organisatorischen und persönlichen Maßnahmen bietet einen wirksamen Schutz vor UV-Strahlung.
Dieses strukturierte Vorgehen wird im Arbeitsschutzsystem bewusst verfolgt und stellt sicher, dass Risiken systematisch minimiert werden. [5]
Gerade im Hinblick auf zunehmende Hitzeperioden und steigende UV-Belastungen gewinnt dieser ganzheitliche Ansatz zunehmend an Bedeutung.
Hautschutz im Sommer ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines sicheren und gesunden Arbeitsalltags.
Die Risiken durch UV-Strahlung sind wissenschaftlich eindeutig belegt und betreffen insbesondere Beschäftigte im Freien. Durch eine Kombination aus technischen Lösungen, organisatorischen Anpassungen und persönlicher Schutzausrüstung lassen sich diese Risiken jedoch wirksam reduzieren.
Ein aktives Hautschutzmanagement sorgt nicht nur für mehr Gesundheit und Sicherheit, sondern trägt auch langfristig zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Arbeitsqualität bei.
Quellen
[1] baua.de
[2] who.int
[3] hse.gov.uk
[4] ukbw.de
[5] dguv.de
[6] bghm.de
[7] cdc.gov
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