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Fahrerlose Transportsysteme (FTS) werden in Industrie und Logistik immer häufiger eingesetzt. Sie transportieren Waren autonom durch Produktionshallen oder Lagerbereiche und sollen Prozesse effizienter gestalten. Gleichzeitig entstehen jedoch neue Anforderungen an die Arbeitssicherheit, insbesondere wenn Menschen und automatisierte Fahrzeuge im selben Arbeitsumfeld tätig sind.
Die Automatisierung industrieller Prozesse schreitet weltweit kontinuierlich voran. Besonders Robotik und automatisierte Transportsysteme gewinnen in Produktion und Logistik zunehmend an Bedeutung.
Laut dem „World Robotics 2025 – Industrial Robots“ Report der International Federation of Robotics (IFR) ist Deutschland der größte Robotermarkt Europas und der fünftgrößte weltweit. Im Jahr 2024 wurden rund 27.000 Industrieroboter installiert. Zwar entspricht dies einem Rückgang von 5 % gegenüber dem Rekordjahr 2023, dennoch stellt es weiterhin das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen dar.
Innerhalb Europas entfallen damit etwa 32 % aller neu installierten Industrieroboter auf Deutschland. Deutlich dahinter folgen Italien mit 8.800 Installationen, Spanien mit 5.100 Einheiten sowie Frankreich mit 4.900 Installationen.

Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie stark Unternehmen ihre Produktions- und Logistikprozesse automatisieren. Neben klassischen Industrierobotern spielen dabei zunehmend fahrerlose Transportsysteme (FTS) eine wichtige Rolle. Sie übernehmen innerbetriebliche Transportaufgaben und verbinden automatisierte Produktionsschritte miteinander.
Mit der zunehmenden Verbreitung solcher Systeme steigen jedoch auch die Anforderungen an den sicheren Betrieb und den Arbeitsschutz, insbesondere dort, wo Menschen und automatisierte Fahrzeuge im selben Arbeitsbereich tätig sind.
Obwohl moderne Transportsysteme mit Sensoren und Sicherheitsfunktionen ausgestattet sind, können im Betrieb verschiedene Risiken entstehen. Dazu gehören unter anderem:
Besonders kritisch sind Situationen, in denen Mitarbeitende und fahrerlose Fahrzeuge denselben Verkehrsraum nutzen. Hier müssen technische und organisatorische Schutzmaßnahmen ineinandergreifen.
Der Einsatz von FTS unterliegt verschiedenen rechtlichen Vorgaben. Unternehmen sind verpflichtet, die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten und mögliche Gefährdungen zu minimieren.
Zu den wichtigsten Grundlagen zählen:
Die Norm DIN EN ISO 3691-4 beschreibt unter anderem Anforderungen an:
Eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung vor der Inbetriebnahme ist daher ein zentraler Bestandteil des sicheren FTS-Betriebs.
Um Risiken zu minimieren, sollten Unternehmen sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen umsetzen.
Dazu gehören beispielsweise:
Gerade Schulungen und Unterweisungen spielen eine wichtige Rolle. Mitarbeitende müssen wissen, wie sich FTS bewegen, welche Sicherheitsbereiche gelten und wie sie sich bei Störungen oder Notfällen verhalten sollen.
Fahrerlose Transportsysteme bieten Unternehmen große Vorteile bei Effizienz und Automatisierung. Gleichzeitig erfordert ihr Einsatz eine sorgfältige Planung der Arbeitssicherheit.
Durch eine fundierte Gefährdungsbeurteilung, geeignete Schutzmaßnahmen und regelmäßige Unterweisungen können Unternehmen sicherstellen, dass Mensch und automatisierte Fahrzeuge sicher zusammenarbeiten.
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