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Sicheres Arbeiten mit Leitern

Die Leiter kippte, rutschte weg oder war zu kurz. So oder so ähnlich lauten zahlreiche Unfallmeldungen in Verbindung mit Leitern. Leitern sind ein gefährliches Arbeitsmittel und sollten nur genutzt werden, wenn keine sicherere Alternative zur Verfügung steht.


01 I Häufige Ursachen für Unfälle mit Leitern

• Gleichgewichtsverlust, z.B. durch Herauslehnen, Überkopfarbeiten.

• Fehltritt, Abrutschen, z.B. durch ungeeignetes Schuhwerk.

• Nicht bestimmungsgemäße Verwendung der Leiter.

• Versagen von Leiterteilen, z.B. Bruch von Bauteilen.1


02 I Beispiele verschiedener Leiterarten


  • Anlegeleitern sind einteilige Leitern mit Stufen oder Sprossen, die bei der Verwendung angelegt werden.
  • Mehrzweckleitern mit Gelenken sind Leitern mit mind. zwei Gelenken und einer vorgegebenen einrastbaren Stellung. Durch die Gelenke sind unterschiedliche Stellungen der Leiter möglich, z.B. als Steigleiter, Anlegeleiter oder Arbeitsbühne.
  • Stehleiter sind zweischenklige freistehende Leitern mit Stufen oder Sprossen. Die Leiterschenkel müssen gegen Auseinandergleiten gesichert sein.
  • Einholmleiter sind Leitern mit nur einem Holm, an dem rechts und links Sprossen auf gleicher Höhe angebracht sind.
  • Tritte sind Aufstiege bis 1,00 m Höhe. Aufgrund der Bauart darf die oberste Stufe bzw. Plattform betreten werden.


03 I Verhaltenshinweise beim Arbeiten mit Leitern

Leitern sind immer 2. Wahl! Vor der Verwendung einer Leiter sollte immer geprüft werden, ob für die auszuführende Tätigkeit ein sichereres Arbeitsmittel zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, muss bei der Verwendung einer Leiter auf nachfolgende Dinge geachtet werden.


  • Verhalten vor dem Arbeiten:

• Arbeitsumfang und Arbeitsumgebung im Vorab betrachten.

• Auswählen der passenden Leiterart. Kriterien können bspw. Arbeitshöhe, Aufgabe und Bodenbeschaffenheit sein.

  • Arbeitsschutz

• Prüfen, ob die ausgewählte Leiter vom Hersteller für die Tätigkeit geeignet ist.

• Prüfung der Leiter auf augenscheinliche Mängel. Bei Defekten: Leiter aus dem Verkehr ziehen!


  • Während dem Arbeiten:

• Leiter nicht überlasten! Beachten der Herstellerangaben.

• Steigschenkel von Leitern dürfen nur von einer Person betreten werden.

• Kein Hinauslehnen über die Leiter.

• Bei Anlegeleitern: Oberste 3 Stufen/Sprossen nicht besteigen.

• Bei beidseitig besteigbaren Stehleitern: Oberste zwei Stufen nicht besteigen.

• Bei Mehrzweckleitern in der Gebrauchsstellung „Stehleiter mit aufgesetzter Schiebeleiter“: Oberste 4 Stufen nicht besteigen.

• Absturzgefahren an Absturzkanten beachten, z.B. neben Geländern, Öffnungen, etc.

• Ausreichende Sicherung der Leiter beim Transport.


  • Nach dem Arbeiten:

• Defekte Leitern ersetzen oder fachgerecht reparieren lassen. Ist dies nicht möglich, Leiter unbrauchbar machen und entsorgen.

• Leiter auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen.

• Regelmäßige Prüfung durchführen lassen.

• Leitern sachgerecht lagern. Holzleitern gegen Witterung- und Temperatureinflüsse schützen.


04 I Leiterprüfung

Leitern müssen regelmäßig auf einen ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Die Prüffrist richtet sich nach der Beanspruchung, wobei die Prüfung mindestens einmal jährlich durch eine befähigte Person stattfinden muss. Die Prüfungen müssen dokumentiert werden. Auf folgende Prüfpunkte ist unbedingt zu achten:

• Verschleiß, Verformung oder Zerstörung von Bauteilen, z.B. beschädigte Sprossen.

• Fehlende Bauteile, z.B. Spreizsicherung oder Gummifüße.

• Schadhafte Verbindungselemente, z.B. unbewegliche Gelenke, verbogene Haken.



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