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Vorsicht Zecken!


01 I Wieso sind Zecken gefährlich?

Zecken zählen zu den Spinnentieren und haben acht Beine. Sie verfügen über einen Stechapparat mit Widerhaken. Ausgewachsen sind Zecken zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter groß und dunkelbraun. Die Lebensräume sind Waldränder, Waldlichtungen, Hecken, Sträucher, Büsche sowie hohes Gras. Auch in Gärten oder Stadtparks können Zecken heimisch sein. Zecken sind während den warmen Jahreszeiten aktiv. Bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius fallen sie in eine Art Winterstarre und sind inaktiv. Zecken an sich sind nicht gefährlich. Vielmehr sind die durch Zecken übertragenen Krankheiten gefährlich. Trifft eine Zecke auf einen Menschen, kann sie in die Haut einstechen. Dies erfolgt schmerzlos. Während die Zecke Blut saugt, gibt sie Speichel ab. Auf diese Weise können die Erreger einer Borreliose oder einer FSME auf den Menschen übertragen werden.


02 I Borreliose und FSME

DDie Borreliose tritt in Deutschland flächendeckend auf. Zu den FSME-Risikogebieten zählen vor allem die südlichen Bundesländer, wobei auch in Mittel- und Norddeutschland FSME-Erkrankungen vorkommen.


Lyme-Borreliose (Borreliose):

  • Wird durch Bakterien verursacht.
  • Kann mit Antibiotika behandelt werden.
  • Kann bleibende Schäden zur Folge haben, z.B. Gelenkschwellungen, rheumaähnliche
  • Beschwerden und Nervenschädigungen.
  • Kann in 3 Stadien verlaufen oder in jedem Stadium auftreten.
  • 10-30 % der Zecken sind mit Borrelien durchseucht. ¹


Stadium

Verlauf

Symptome

Stadium 1

Bis 8 Wochen nach dem Zeckenstich

Hautrötungen um die Einstichstelle (Wanderröte), grippeähnliche Symptome

Stadium 2

Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich

Beschwerden des Nervensystems, Gelenkbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, etc.

Stadium 3

Jahre nach dem Zeckenstich

Schwellung Gelenke, Beschwerden des Nervensystems, lila-rötliche Hautveränderungen


Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME):

  • Wird durch das FSME-Virus verursacht.
  • Kann nur symptomatisch behandelt werden.
  • Kann bleibende Schäden, z.B. Lähmungen und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Tode zur Folge haben.
  • Verläuft meist in 2 Phasen.
  • Bis zu 5 % der Zecken sind mit FSME-Viren infiziert ¹


Phase

Verlauf

Symptome

Phase 1

1-3 Wochen nach dem Zeckenstich

Über wenige Tage grippeähnliche Beschwerden

Phase 2

Nach einigen fieberfreien Tagen

Meist erneut Fieber und Entwicklung einer Hirnhautentzündung mit Kopfschmerzen und Nackensteife


Während gegen das FSME-Virus geimpft werden kann, ist gegen die Borreliose-Bakterien derzeit keine Impfung möglich.


03 I Zeckenstich - was tun?

Die Zecke muss möglichst schnell entfernt werden. Für Borreliose gilt: Je länger eine Zecke Blut saugt, desto höher das Risiko, dass der Krankheitserreger übertragen wird. FSME-Viren können schon mit dem Stich auf den Menschen übertragen werden.

Entfernen Sie falls möglich die Zecke mit einem Zeckenentferner oder einem anderen geeigneten Werkzeug, z.B. Zeckenkarte oder spitze Pinzette.Kontrollieren Sie, ob die Zecke restlos entfernt ist.
Gehen Sie zum Arzt, wenn es ihnen nicht gelingt die Zecke vollständig zu entfernen oder wenn Beschwerden auftreten.Nennen Sie beim Arzt den Zeitpunkt des Einstichs und ggf. den Verdacht auf Borreliose oder FSME. ¹


04 I Wie kann ich mich schützen?

  • Geschlossene Kleidung (lange Hosen) tragen.
  • Insektenschutzmittel verwenden.
  • Absuchen von Haut und Kleidung. Vor allem warme, feuchte und gut durchblutete Körperstellen wie Kniekehle, Leisten und Achselhöhlen.
  • Impfen (FSME).2


¹ https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/2908
2https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3487



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