Sicherer Umgang mit der Hubarbeitsbühne

Eine fahrbare Hubarbeitsbühne ist ein effizientes Arbeitsmittel zur Durchführung von Arbeiten in der Höhe. Hubarbeitsbühnen bieten dem Anwender viele Vorteile. Sie sind schnell und flexibel in Höhe und Reichweite einsetzbar. Durch das flexible Anpassen des Arbeitskorbs an die Arbeitshöhe ist ein ergonomisches und belastungsarmes Arbeiten möglich.[1]


01 I Häufige Unfallursachen

  • Sturz aus dem Arbeitskorb.
  • Stromschlag.
  • Umkippen.
  • Einklemmen und angefahren werden.
  • Falsche Arbeitsbühne für den Einsatz (Hubkraft, Hubhöhe).
  • Unqualifiziertes Bedienpersonal oder Bodenpersonal.
  • Nichtbeachtung der Standsicherheit.
  • Tragfähigkeit und Bodenbeschaffenheit.
  • Witterungs- und Umgebungseinflüsse.[1]

Die Hauptursache für tödliche Unfälle bei der Verwendung von Hubarbeitsbühnen liegt immer noch in menschlichem Fehlverhalten.


02 I Ausbildung - Wer darf eine Hubarbeitsbühne fahren?

Folgende personelle Anforderungen gelten für das selbständige Bedienen einer Hubarbeitsbühne:

  • Vollendung des 18. Lebensjahres.
  • Körperliche und geistige Eignung.
  • Nachweis der Befähigung (Hubarbeitsbühnen Ausweis).
  • Schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer /Vorgesetzten.
  • Gültigen Führerschein bei Zulassung und Teilnahme der Hubarbeits-bühne am öffentliche Straßenverkehr.[2]


03 I Streckenüberprüfung im Vorfeld

Vor dem Einsatz der Hubarbeitsbühne ist es wichtig, die Strecke zu begehen und sich mit der Ar-beitsumgebung vertraut zu machen. Folgende Punkte sollten überprüft werden:

  • Maschinentyp und Gewicht (Masse der Bühne).
  • Bodenverhältnisse: Überprüfen, ob der Boden fest genug ist zum Befahren / Aufstellen.
  • Gefahren durch Oberleitungen: Ausreichend Abstand halten.
  • Sonstige Gefahrenquellen, z.B. Abhänge, Gräben, Kanalschächte, Kontrolldeckel.[1]


04 I Verhaltensregeln beim Fahren mit der Hubarbeitsbühne

  • Zulässige Belastung des Arbeitskorbs nicht überschreiten.
  • Arbeitskorb nicht in Schwingung versetzen.
  • Gegenstände im Arbeitskorb gegen Herabfallen sichern.
  • Anpassung der Fahrgeschwindigkeit.
  • Beachtung der Bodenverhältnisse: Im Gefälle regelmäßig Bremsen.
  • Regelmäßige Überprüfung der Fahrposition.
  • Hubarbeitsbühne gemäß den Herstellerangaben verwenden.[1]


05 I Persönliche Schutzausrüstung


Die persönliche Schutzausrüstung richtet sich je nach Art der Tätigkeit bei Arbeiten mit und auf der Hebebühne. Der Peitscheneffekt / Katapulteffekt kann vor allem bei Auslegerhubarbeitsbühnen auftreten, daher ist das Anlegen einer persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (Rückhaltesystem) wichtig. Was letztendlich vorgeschrieben ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeur-teilung und der Betriebsanleitung. Folgende Schutzausrüstung kann notwendig sein:

  • Sicherheitsschuhe.
  • Schutzhandschuhe.
  • Schutzhelm für das Bodenpersonal.
  • Schnittschutzkleidung.
  • Absturzsicherung (Rückhaltesystem).[1]

[1] https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/472
[2] https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/90


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